Im Juniorenbereich ersetzt das Spiel aus Südamerika oft Fußfallhallenturniere
Vor 80 Jahren war es nur die Idee eines Lehrers, doch heute rollt der Futsal in über 100 Ländern. Der Sport wird immer bedeutender und ersetzt bereits in vielen Landkreisen den Hallenfußball. Futsal ist eine Variante des Fußballs, die in der Halle ausgetragen wird. Bei dieser Variante handelt es sich um ein weniger körperbetontes Spiel, es basiert eher auf technischem Geschick. Damals wollte der Lehrer Juan Carlos Ceriani aus der Uruguay eine mehr auf Technik basierende und jugendgerechtere Art des Fußballs entwickeln. Diese Art war so erfolgreich, dass sie bereits 1942 vom südamerikanischen Sportlehrerbund als Schulsport empfohlen wurde. 1989 wurde der Futsal als zusätzlicher Wettbewerb von der Fifa aufgenommen. Die erste Weltmeisterschaft fand noch im selben Jahr in den Niederlanden statt. Der Name „Futsal“ kommt von dem portugiesischen „futebol de saläo“ und dem spanischem „futbol sala“ (Hallenfußball). Heute wird Futsal in Südamerika, Südeuropa und Osteuropa gespielt, wo es auch Profiligen gibt. In Spanien gibt es bereits eine Profiliga mit 16 Mannschaften. Stars wie Pele und Ronaldo haben, bevor sie zum Fußball wechselten, auch Futsal gespielt. Futsal hat ein sehr kompliziertes Regelwerk und unterscheidet sich in vielem von dem bei uns bekannten Hallenfußball (www.wikipedia.de und www.wettbasis.com .) Der Ball beim Futsal hat den gleichen Namen wie die Sportart selbst. Er ist kleiner, schwerer und sprungreduziert. Zum Thema Futsal haben wir uns in örtlichen Fußballvereinen umgehört. Detlef Kroh, Trainer bei der JSG Obere Eder, berichtete: „Futsal ist in den letzten Jahren positiv aufgefallen und löst im D-A-Juniorenbereich die Hallenkreismeisterschaften ab. Auch im Seniorenbereich denkt man über einen Wechsel nach. Durch die Beschaffenheit des Balles werden die spielerischen Elemente gefördert und durch besondere Regeln wird der körperbetonte Einsatz unterbunden.“ Die befragten Spieler erzählten, dass es mit dem Futsal schwieriger ist, Eckbälle und hohe Bälle zu schießen, man diese dafür aber leichter annehmen könne. David Blaumer und Phillip Kaiser finden, dass Futsal gut ist, da man sehr schöne Spielzüge spielen und beobachten kann. Dagegen findet Marius Hirt Futsal nicht gut, da er möchte, dass Fußball ein körperbetontes Sport bleibt. Alle sind sich aber einig, dass es kein Problem ist, den Futsal zu schießen, man muss nur hart genug gegen das Leder treten. Torwart Dennis Zacharias ist der Meinung, dass der Futsal besser zu halten ist und der Torwartabwurf über die Mittellinie ein großer Vorteil ist, da man den Spielern leichter Vorlagen geben kann und der Ball schneller auf der gegnerischen Seite ist. von Maximilian Henry, Janik Kroh, Klasse G8a, Gesamtschule Battenberg
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. März 2010 um 18:00 Uhr
Ohne Augenlicht im Alltag zurechtkommen - Besuch in der Blindenstudienanstalt Wie blinde Menschen lernen und im Alltag zurechtkommen, darüber erkundigten sich Schülerinnen in der Blindenstudienanstalt Marburg. Wenn Thorsten Büchner zu Besuch bei seiner Mutter ist, hat sie Angst, wenn ihr Sohn in die Stadt geht, obwohl er schon 30 Jahre alt ist. Denn er ist seit seiner Jugend blind. So wie Thorsten sind in Deutschland laut Weltgesundheitsorganisation WHO 145 000 Menschen blind und 500 000 sehbehindert. Der Unterschied zwischen Blinden und Sehbehinderten ist, dass blinde Menschen mit Hilfsmitteln (Brille, Kontaktlinsen) weniger als zwei Prozent und Sehbehinderte mit Hilfsmitteln weniger als ein Drittel sehen können. Vom Lernen her gibt es auch Unterschiede. „Da ich früher noch sehen konnte, weiß ich noch ungefähr, wie Farben aussehen“, erzählte uns Thorsten. Isabella Brawata, die von Geburt an blind und in der Blista (Blindenstudienanstalt Marburg) aktiv ist, berichtet: „Ich habe Farben wie Vokabeln gelernt. Bei der Farbe Rot denke ich an Wein, Feuer und Liebe und bei Pink weiß ich, dass es eher eine Mädchenfarbe ist. Der Alltag ist nicht leicht, doch mit Hilfen haben wir gelernt, damit umzugehen.“ Die wichtigsten Hilfsmittel sind mit Abstand die Blindenschrift, die im Jahr 1825 von Louise Braille entwickelt wurde, und der Blindenstock. Auf die Frage, wie sie E-Mails lesen könne, antwortet Isabella Brawata: „Dafür braucht man keinen speziellen Computer, denn es gibt ein Programm, das Texte vorliest. Probleme gibt es halt bei Webseiten, die viele Bilder enthalten, wie zum Beispiel SchülerVz.“. Wie mit dem Computer oder der Blindenschrift umzugehen ist, wird in einer Blindenschule, wie zum Beispiel der Carl-Strehl-Schule (welche zur Blista gehört), gelehrt. Für Blinde gibt es die gleichen schulischen Möglichkeiten wie für sehende Schüler, indem der Lernstoff individuell an den Schüler angepasst wird; „In den Klassen sind maximal sechs bis sieben Schüler, die vom Verhalten aber genauso sind wie sehende Schüler, was das Schummeln bei Arbeiten auch beinhaltet“, sagte uns Herr Werth, ein ehemaliger Lehrer der Blista. Nach dem Schulabschluss haben Blinde eingeschränkte Möglichkeiten in der Berufswahl. Früher war es jedoch einfacher einen Beruf zu finden, da heutzutage viele handwerkliche Arbeiten häufig durch Maschinen ausgeführt werden. In Deutschland haben laut WHO derzeit von 33 000 Blinden nur 11 000 einen Arbeitsplatz. von Pia Pöllmann, Katharina Huft, Jenny Naumann, Klasse G8a, Gesamtschule Battenberg
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. März 2010 um 17:58 Uhr
von Anika Neuschäfer und Anna Specht  Am Donnerstag den 4. März besuchte die Theatergruppe der Fachklinik für Drogenabhängige aus Reddighausen die Klassen G9a und H8a der Gesamtschule Battenberg. Die Mitglieder der Theatergruppe machen zurzeit eine sechsmonatige Therapie, die oft von Krankenkassen finanziert wird. In der Therapie will man wieder einen geregelten Tagesablauf einführen, so wird zum Beispiel täglich zur selben Zeit aufgestanden und gekocht. Neben den Therapiestunden gibt es auch Fitness- und andere Freizeiteinrichtungen. Doch bevor sie die Therapie beginnen durften, mussten sie sich erst einer Entgiftung unterziehen und Clean sein, obwohl sie selbst sagen, dass man erst nach vielen Jahren wirklich „Clean“ ist. Die Theatergruppe besteht momentan aus neun Leuten und einem Leiter. Zum Einstieg spielte die Theatergruppe ein kleines Stück vor. In diesem Stück wurde den Schülern nahe gelegt, wie schnell sich das Leben zum negativen wendet, wenn man in die Drogenszene hinein gerät. Die Schüler waren sehr beeindruckt, denn das Theaterstück wirkte sehr authentisch, da die „Schauspieler“ die Situation am eigenen Leibe erfahren haben. Anschließend wurden die beiden Klassen in drei gleichgroße Gruppen aufgeteilt und jeder Gruppe wurden jeweils drei Mitglieder der Theatergruppe zugeteilt. Zuerst stellten sie sich vor und erzählten den Schülern wie ihre Vergangenheit im Drogenmilieu aussah und wieso sie sich für einen Entzug entscheiden haben. Sie berichteten über ihren momentanen Entzugsalltag, was ihnen dabei schwer fällt und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Nun wollten sie jedoch auch wissen, ob die Schüler schon mal Erfahrungen mit Drogen, Alkohol oder Zigaretten gemacht haben.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. März 2010 um 19:29 Uhr
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An der Hans-Viessmann-Schule fanden Berufsorientierungstage statt, an denen Förder- und Hauptschüler der teilnehmenden Schulen einen Einblick in verschiedene Berufsfelder bekommen konnten. Frankenberg. Die Berufsorientierungstage (BOT) sollen den Schülern der 8. und 9. Klassen, die kurz vor einer Berufsentscheidung stehen, helfen, einen für sie passenden Beruf zu finden. An den Berufsorientierungstagen nahmen die Cornelia-Funke-Schule Gemünden, die Gesamtschule Battenberg und die Friedrich-Trost-Schule Frankenberg teil. Besonders die enge Zusammenarbeit zwischen der Schule und den Betrieben stelle eine gute Möglichkeit für einen späteren Berufseinstieg dar, sagte Lehrerin Inge Debelius. So könnten Arbeitgeber Bewerber auf diesem Weg persönlich kennenlernen. Umgekehrt sei auch die Abbrecherrate der Schüler durch die BOT gesunken, denn durch die praktischen Erfahrungen würden die Schüler schnell merken, ob ihnen eine Arbeit liege und zu ihren Fähigkeiten passe. Neben der praktischen Förderung wurde von der Schule noch eine Bildungsberatung angeboten, in der Schüler einen maßgeschneiderten Überblick über die regionalen Bildungsmöglichkeiten bekamen. Für die Berufsorientierungstage standen den Schülern fünf Aufgabengebiete zur Auswahl: Bau-, Holz- , Elektro- und Metalltechnik sowie Hauswirtschaft. So unterschiedlich wie die Interessen der Schüler war auch das breit gefächerte Auf-gabenspektrum der verschiedenen Bereiche. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Schülerin Patricia Bonvino, die gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen eine Woche lang in der Hauswirtschaftsgruppe gearbeitet hatte. Die Mädchen hatten zum Thema „Ei, Ei, Ei ... bald ist Ostern!“ Gerichte rund ums Ei hergestellt.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. März 2010 um 16:29 Uhr
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Battenberg. Eine Sammelaktion hat der Ethikkurs des Jahrgangs 10 der Gesamtschule Battenberg in der Schule und in Allendorf organisiert. Im Unterricht wurde das Thema „Glück“ behandelt. Es wurde auch darüber gesprochen, was Glück für jeden einzelnen Menschen bedeutet. Menschen brauchen Hilfe In der Diskussion kamen die Jugendlichen unweigerlich auch zum Thema Haiti, wo die Menschen in Folge der Naturkatastrophe großes Leid durchleben. Dort geht es um lebensnotwendige Güter. Die Menschen, die das Glück hatten zu überleben, brauchen noch immer dringend fremde Hilfe. Die Schüler erkannten: „Auch anderen Menschen zu helfen, kann zum eigenen Glück beitragen.“ So kamen die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Kursleiterin Sabine Rossmeisl auf die Idee, eine Sammelaktion in allen Klassen zu starten. Dabei brachten sie insgesamt 685,48 Euro zusammen. Das Geld wurde bereits auf das Konto „Entwicklung hilft“ eingezahlt. (ed)
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