2019-2020

Montag, 18.05.20 - Start der Phase 2 (HNA, 14.05.20)

Gesamtschule Battenberg ist dann mit ihrer Kapazität am Ende.
VON THOMAS HOFFMEISTER2020 05 14 2.Schulstartphase
„Es läuft ganz ordentlich“, stellt Schulleiter Reinhold Gaß nach zwei Wochen Unterricht in den Abschussklassen H9 und R10 an der Gesamtschule Battenberg fest. Am kommenden Montag startet Phase zwei für den Wiederbeginn des Unterrichts an der Battenberger Gesamtschule mit den „Vorabschlussklassen“ H8, G9 und R9. „Dann werden wir von gut 100 auf fast 300 Schüler anwachsen“, kündigt Reinhold Gaß an. Für die anderen gut 700 Schüler ist weiterhin Homeschooling angesagt – also Unterricht mit elektronischen Medien und Aufgaben, die zu Hause gelöst werden müssen.
Fertige Pläne für die Vorabschlussklassen hat Konrektorin Cornelia Muth-Heldmann bereits seit zwei Wochen in der Schublade, musste aber auf das Startsignal des Kultusministeriums warten.
„Mit zehn Klassen sind wir dann räumlich und personell am Ende unserer Kapazitäten“, sagt Schulleiter Gaß. „Begrenzender Faktor ist dabei der Hygieneplan des Landes.“ Dieser schreibt Lerngruppen mit maximal 15 Schülern vor, in den Klassenräumen ist ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten.
Und wie soll das funktionieren, wenn irgendwann wieder 1000 Schüler an der Gesamtschule unterrichtet werden? – Auch dafür hat Konrektorin Muth-Heldmann schon einen Plan entworfen. Die Idee: Die Schüler der Jahrgänge 6 und 8, 7 und 9 sowie 5 und 10 haben jeweils an einem Wochentag Unterricht in der Schule und arbeiten an den übrigen Wochentagen von zu Hause aus. Diese Lerngruppen hat Cornelia Muth-Heldmann in die Farben Grün, Blau und Gelb eingeteilt. Bewusst habe sie nicht die Jahrgänge 9 und 10 auf einen Tag gelegt, „weil die sowieso immer zusammen hängen“, lacht die Konrektorin.
Abstand halten sei jedoch weiterhin das Gebot. Auf dem Schulhof solle sich dann eine „Entmischung“ einstellen, die Schüler seien dann „alle vier Tage“ zum Präsenzunterricht in der Schule. Das biete „klare, verlässliche Strukturen“ und ermögliche es, zeitnah Fragen zu beantworten, die sich zuhause beim Homeschooling ergeben hätten.
Muth-Heldmann: „Dieser Plan würde aber nur bis zu den Sommerferien gelten. Danach hätten wir A- und B-Wochen.“ Das bedeutet: Die eine Hälfte der Gesamtschüler hätte in der einen Woche Präsenzunterricht, die andere in der zweiten Woche. „Am Ende hätten wir alle etwa auf dem gleichen Stand.“
Trotz halbierter Klassengrößen, zusätzlicher Arbeit durch das Homeschooling und der Tatsache, dass 40 Prozent des Lehrerkollegiums einer Risikogruppe angehören – also beispielsweise über 60 Jahre alt sind oder Vorerkrankungen haben – werde es keine zusätzlichen Planstellen geben, sind sich Reinhold Gaß und Cornelia Muth-Heldmann einig: „Wir müssen personell mit dem auskommen, was wir haben.“

Korrektur der GSB: Auch die G10 beginnt am Montag!!!

Bildung für alle (HNA, 09.05.2020)


2020 05 20 Viessmann neue PCViessmann-Allendorf-Stiftung spendet Schulcomputer
VON THOMAS HOFMEISTER

Allendorf/Eder – „Ich könnte Sie umarmen“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat freudestrahlend, als er sich am Freitag bei Annette Viessmann für die Spende von 100 000 Euro für Computer an Schulen im südlichen Landkreis bedankte. Das tat der Landrat mit Rücksicht auf das Abstandsgebot in Corona-Zeiten zwar nicht, überreichte Annette Viessmann aber einen Blumenstrauß und ein Glas Bienenhonig aus der eigenen Imkerei in Marienhagen.
Mit dem Geld sollen 150 Laptops und 50 i-Pads angeschafft werden. Die Spende komme „genau zur richtigen Zeit“, sagte der Landrat, der sich im Namen der Kinder, aber auch des Landkreises als Schulträger, herzlich bedankte. Insgesamt fehlten derzeit etwa 400 dieser Geräte allein im südlichen Kreisteil.
Genutzt werden sollen die Computer vorwiegend von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 10 an der Gesamtschule Battenberg, dem Gymnasium Edertalschule, der Ortenbergschule, der Burgwaldschule und der Hans-Viessmann-Schule – vorwiegend von Kindern, deren Eltern sich keinen Computer leisten können. In Corona-Zeiten sind die Schüler gleichwohl auf Computer angewiesen, weil sie zu Hause lernen und dort auch ihre Aufgaben am PC oder Laptop bewältigen sollen.
„Die Bildung junger Menschen in unserer Heimatregion war und bleibt für unser Familienunternehmen eine Herzensangelegenheit“, sagte Annette Viessmann. Ganz im Sinne des Leitbildes „Wir gestalten Lebensräume für künftige Generationen“ würden mit dem Geld virtuelle Lernräume für die jetzige und künftige Schülergenerationen geschaffen.
Dr. Markus Pfuhl, im Viessmann-Vorstand für Digitalisierung verantwortlich, wird die Verteilung der Laptops und i-Pads koordinieren. Die Geräte werden in den Besitz der einzelnen Schulen übergehen und von dort leihweise an bedürftige Kinder ausgegeben. Eine Standard-Ausstattung an Software wird bei der Auslieferung der Geräte mit dabei sein.
„Die Spendenaktion ist auf Nachhaltigkeit angelegt“, sagte Annette Viessmann. Die Geräte sollten auch nach überstandener Corona-Krise weiter für den Unterricht genutzt werden.

Englisch mit Maske und Sicherheits-Abstand (hna, 28.04.2020)

hanEnglsich mit SicherheitsabstandSo war der erste Schultag mit Corona-Einschränkungen an der Gesamtschule in Battenberg
VON THOMAS HOFFMEISTER
Battenberg – Mit einer Dienstversammlung hatten sich die Lehrer der Gesamtschule in Battenberg am Freitag auf den Wiederbeginn des Unterrichts vorbereitet. „Wir haben mit Masken und entsprechendem Abstand im Stuhlkreis gesessen“, berichtet Schulleiter Reinhold Gaß am ersten Schultag am Montagmorgen.
Zumindest für die Schulleitung seien diese Osterferien keine Ferien gewesen. „Bis auf Karfreitag und Ostermontag waren wir jeden Tag in der Schule“, so Gaß. Es sei sehr viel zu regeln gewesen. „Und die E-Mails aus dem Kultusministerium kommen bevorzugt am Wochenende.“ Der Eingangsbereich der Gesamtschule weist eine klare Trennung für Schüler mit und ohne Schutzmaske auf. Wer keine Maske hat, der bekommt am Eingang eine verpasst. Spender mit Mitteln zur Händedesinfektion stehen bereit, in den Klassenräumen wurden die Tische so auseinandergerückt, dass der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird.

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Mit Maske in die Schule (hna, 28.04.2020)

hna Mit Maske in den UnterrichtCORONA - Unterricht für Abschlussklassen hat wieder begonnen
VON THOMAS HOFFMEISTER UND CHRISTINA ZAPF
Waldeck-Frankenberg – Nach rund sieben Wochen Unterrichtsausfall durch die Corona-Krise und die Osterferien hat für Schüler von Abschlussklassen der Haupt-, Real- und Berufsschulen sowie die 12. Klassen der Gymnasien gestern wieder der Unterricht begonnen. Für die übrigen Jahrgänge ist weiter „Homeschooling“ angesagt, also: lernen zuhause.
„Wir machen vorwiegend Doppelstunden in den Hauptfächern Englisch, Deutsch und Mathe, die auch für die Abschlussprüfungen relevant sind“, berichtet Konrektorin Cornelia Muth-Heldmann an der Gesamtschule Battenberg. „Jetzt haben wir, Gott sei Dank, sehr viel Platz“, sagt Schulleiter Reinhold Gaß. Nur etwa 100 der normalerweise rund 1000 Schüler kommen derzeit zum Unterricht – nämlich aus den Abschlussjahrgängen H9 und R10. Die meisten kommen mit Bussen aus dem Umland. „Auch das hat heute gut geklappt“, sagt Schulleitungsmitglied Alexander Blahnik. „Nur einer von 100 Schülern ist ohne Maske zur Schule gekommen. In den Bussen wurde ausreichend Abstand eingehalten. Darauf haben wir geachtet“, berichtet Blahnik. Eine offizielle Maskenpflicht gibt es aber nicht.

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„Wir haben verschiedene Szenarien erörtert“ (hna, 17.04.2020)

Battenberg – Frühestens am 4. Mai sollen die Schulen schrittweise wieder öffnen. Über die aktuelle Situation und laufende Vorbereitungen auf den Unterricht sprachen wir mit Reinhold Gaß, dem Direktor der Gesamtschule Battenberg.

Wie lange kann man die Schüler mit Aufgaben versorgen, die sie zuhause lösen?
Das ist sehr unterschiedlich, immer abhängig von der jeweiligen Lerngruppe, der Jahrgangsstufe, dem Wochenstundenumfang und dem Unterrichtsfach. In einer Jahrgangsstufe 9 des Gymnasialzweigs kann man sicher auch einmal einen komplexeren Lerngegenstand als größere Ausarbeitung für zwei bis drei Wochen mit auf den Weg geben. Ein gewisses Maß an Selbstorganisation und eigenständiger Arbeit kann hier erwartet und vorausgesetzt werden. Schließlich üben wir genau dies in unseren Methodenwochen zum Schuljahresbeginn sowie dem Regelunterricht sehr intensiv an unserer Schule ein. Nach ersten Gesprächen mit einigen Eltern und Lehrkräften bedarf es in den jüngeren Jahrgangsstufen offensichtlich einer engmaschigeren Betreuung mit eindeutigen, nicht zu umfangreichen Aufgabenstellungen und der Möglichkeit, auf Rückfragen zeitnah zu antworten.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit der elektronischen Lernplattform gemacht?
Ein großer Teil der Kommunikation ist nach einer ersten Einschätzung über Mailkontakte gelaufen, bei der die Aufgabenweiterleitung und Koordination oftmals zentral über die Klassenlehrer stattfanden. Das macht Sinn, denn diese behalten dann den Überblick, was den Umfang der Aufgabenstellungen betrifft. Ich weiß jedoch, dass eine ganze Reihe an Lehrkräften und Schülern gleichzeitig Lernplattformen und Möglichkeiten wie Skype ausprobieren. Wir haben im Übrigen bei unserer Lehrerschaft gerade eine Online-Umfrage durchgeführt, deren Resultate zeitnah vorliegen werden. Für die Eltern- und Schülerschaft wollen wir in absehbarer Zeit ebenfalls Umfragen starten. Davon versprechen wir uns wichtige Rückschlüsse für den gesamten Bereich der Digitalisierung – nicht nur in Krisenzeiten.

Wie bereitet sich die Gesamtschule Battenberg hygienisch und organisatorisch auf den Wiederbeginn des Unterrichtes vor?
Einen Hygieneplan gibt es bei uns schon seit Jahrzehnten. Gerade erst im Februar haben wir uns diesen zur Aktualisierung und Anpassung angesehen. Seifenspender, Papierhandtücher in allen Toiletten, Händedesinfektion an ausgewählten Stellen, Reinigungspläne mit Zeitintervallen für das Reinigungspersonal und viele weiter Dinge sind darin geregelt und werden auch umgesetzt. Ich denke, daran erkennt man, dass der Schutz der Gesundheit der uns anvertrauten Menschen immer ein grundlegendes Anliegen ist. Damit spreche ich meiner Meinung nach nicht nur für unsere Schule. Gleichzeitig sind aber die anderen für Schule verantwortlichen Institutionen aufgefordert, uns die Umsetzung der Maßnahmen zu ermöglichen und weiterhin tatkräftig zu unterstützen – etwa bei der Beschaffung der notwendigen Materialien auf einem leergefegten Markt.

Zunächst sollen, nach unserer Information, die Abschlussklassen wieder die Schule besuchen. Ist das die richtige Entscheidung?
Wenn man sich an eine allmähliche Lockerung der Auflagen heranwagt, dann halte ich es aus der Praxiswahrnehmung heraus ebenfalls für sinnvoll, mit den älteren Jahrgangsstufen zu beginnen, wenn man die notwendigen Regelungen den Schülern transparent macht. Obwohl aus den Kultusbehörden aktuell noch keine detaillierten Vorgaben vorliegen, haben wir in der Schulleitung bereits zusammengesessen, verschiedene Szenarien erörtert und Pläne für das weitere Vorgehen entworfen, die wir dann kurzfristig umsetzen können. Dass in einer Krise dieses Ausmaßes nicht alles perfekt funktioniert – dafür haben die Menschen Verständnis. Gleichzeitig möchte ich aber die Gelegenheit nutzen, darauf hinzuweisen, wie viele Dinge in unserem Alltag trotz allem sehr gut funktionieren. Dafür mein Dank an all die vielen Menschen außerhalb und innerhalb von Schulen, die mit nicht selbstverständlichem Engagement und höchster Einsatzbereitschaft dazu beitragen. Ich hoffe, unsere Gesellschaft ist sich dieser Tatsache auch noch bewusst, wenn die Corona-Krise vorbei ist, und zieht daraus die richtigen sowie notwendigen Schlüsse.