7. Kultureller Herbst
Ein beeindruckender und informativer Vortrag von Dr. Harald Schneider
Schneider ist Molekularbiologe und leitet beim Hessischen Landeskriminalamt die Fachgruppe Biologie/DNA-Analytik der Kriminaltechnik. In diesem Bereich des LKA arbeiten derzeit neun Sachverständige und 21 Technische Assistenten an der Erstellung der „genetischen Fingerabdrücke“. Die seit 1991 im LKA verfügbare Technologie hat laut Schneider „eine selbst für Optimisten nicht vorhersehbare, revolutionäre Entwicklung“ genommen.
So sei die Palette untersuchbarer biologischer Spuren wesentlich erweitert worden, mittlerweile seien auch mikroskopisch kleine Blut-, Haut- und Haarspuren verwendbar . Schneider: „Auch geringste, mit früher üblichen Verfahren nicht analysierbare Spuren, etwa Hautschuppen an Tätermasken, Kontakt- und Gebrauchsspuren an Waffen, sind nunmehr einer molekularbiologischen Untersuchung zugänglich.“
Derzeit sei es nahezu selbstverständlich, dass DNA-Befunde den oft entscheidenden Hinweis zur Aufklärung schwerster Kapitalverbrechen lieferten oder aber zu Unrecht Verdächtige von einem Tatverdacht entlastet werden könnten.
Mit den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der DNA-Analytik könnten nicht nur aktuelle, sondern auch Jahrzehnte zurückliegende Straftaten zweifelsfrei aufgeklärt werden.
Dr. Schneider zeigte in seinem Vortrag zahlreiche Aufnahmen mikroskopischer Aufnahmen, ging auf außergewöhnliche Aufklärungserfolge der vergangenen Jahre konkret ein und beantwortete zahlreiche Zusatzfragen des Publikums. (ED)
Weitere Information
Dr. Harald Schneider (Mitte) im Gespräch mit Direktor Helmut Frenzl (l.) und dem Pädagogischen Leiter Heinz-Günther Schneider.
















