2013-2014

Einkaufen mit 30 Cent (HNA, 28.06.2014)

Wie ist es, arm zu sein? –Projekt im Religionsunterricht der Gesamtschule Battenberg
BATTENBERG. Wer weniger als einen Dollar, umgerechnet etwa 80 Cent, pro Tag zur Verfügung hat, der gilt als arm und muss sich genau überlegen,was er für Essen, Trinken oder Anziehsachen ausgibt. Die Klasse HR 6Cder Ge samtschule Battenberg hat im Religionsunterrichts ein Experiment gemacht: Jeder Schüler bekam 30 Cent und die Aufgabe, damit ein Frühstück einzukaufen. In Gruppen besuchten die Schüler einen Einkaufsmarkt in Battenberg. Vieles, was die Kinder gern gekauft hätten, war zu teuer. Auf der Suche nach Lebens mitteln halfen die Verkäufer und zeigten den Schülern preisgünstige Lebensmittel. Trotzdem mussten die Kinder immer wieder auf die Preise achten und rechnen, ob das Geld ausreicht. Damit genug zusammen kam, taten sich einige Kinder mit einer anderen Gruppe zusammen und hatten so 2,40 Euro für acht Kinder zur Verfügung. Davon kauften sie unter anderem ein Toastbrot, eine Banane, Frischkäse und ein Glas Marmelade. Nach dem Einkauf gingen sie zu rück zur Schule und früh stückten gemeinsam. So lernten sie, dass Armut eine lange Geschichte hat, die bis in die Gegenwart reicht. Das Projekt wurde zum Thema Kinderarmut mit Lehrerin Marion Schmidt-Biber ausgeführt. Gemeinsam stellte die Klasse fest, dass viele Kinder weltweit nicht genug zu essen haben, nicht zur Schule gehen können und schon früh arbeiten müssen. Die Schüler bekamen verschiedene Themen und fertigten dazu Plakate an. So lernten sie viel über die besondere Situation von Mädchen, Armut, Kinderhandel oder Kindern im Krieg. Sie fragten sich: „Wie ist es, arm zu sein?“ Dabei stellten sie fest, dass es auch in Deutschland arme Kinder gibt und was es bedeutet, in einer Industrienation arm zu sein. Vanessa Sänger, die über die Partnerschaft des Dekanates Biedenkopf mit dem Kituntu-District ein neunmonatiges Praktikum in einer Schule in Tansania absolviert hatte, berichtete unter anderem über das Leben der Kinder dort. In einer der nächsten Stunde fertigten die Schüler Papiertüten an. Viele Familien in Indien verdienen ihr Geld damit, aus Altpapier Tüten zu kleben. Damit die Familien überleben können, müssen alle mithelfen. Trotzdem reicht das Geld oft nicht für das Nötigste. (nh/off)

Schülerinnen stellen Französischkenntnisse unter Beweis (FZ, 21.06.14)

Sechs Delf-Zertifikate an der Battenberger Gesamtschule vergeben · Vorbereitungskurs als neues Angebot
Battenberg. Sechs  Schülerinnen  der  Jahrgangsstufe  10  der  Gesamtschule in Battenberg haben  die  Prüfung  für  das  DelfZertifikat (Diplôme d´Etudes en  langue  française)  absolviert.  Es  wurden  vier  Kommunikationskompetenzen  abgeprüft:  Leseverstehen,  Hörverstehen  sowie  schriftliche und mündliche Produktion. Erfolgreich teilgenommen  haben  Tabea  Frese,  Lisa-  Marie  Battenfeld,  Natalie  Burger  (Niveau  A1),  Sarah  Djamila  Hafner,  Fenja  Franziska  See,  Carmen Traute (alle Niveau A2), Die  individuelle  mündliche  Prüfung  erfolgte  Ende  März  in  Gießen an der Liebigschule. Anfang April legten dann die Schülerinnen  den  schriftlichen  Prüfungsteil in der Gesamtschule in  Battenberg ab. Die Delf-Zertifikate sind international  anerkannte  Zertifikate  für  Französisch  als  Fremdsprache.  Sie  basieren  auf  dem  gemeinsamen  europäischen  Referenzrahmen für Sprachen, einem  international  anerkannten  Maßstab  zur  Bewertung  von  Sprachkenntnissen.  Sie  erlauben  es,  Sprachkompetenzen  nachzuweisen,  die  klar  definiert  und  zudem  von  vielen  Unternehmen,  Universitäten  und  Ausbildern  vorausgesetzt  werden. „Die  Schülerinnen  können  sehr  stolz  auf  sich  sein.  Sie  haben jede Woche neunzig Minuten   ihrer  Freizeit  geopfert,  um  sich auf die Tests vorzubereiten.  Der Lohn hierfür ist das hervorragende  Ergebnis“,  bilanziert  die  zuständige  Lehrerin  Florence Zissel. Gymnasialzweigleiterin  Sabine  Rossmeisl  erklärte,  dass  die  Vorbereitung  auf  die  Delf-Prüfungen  jetzt  zum  Angebot  der  Gesamtschule  gehören  würde.  Ein  Vorbereitungskurs  für  die nächste Prüfungskampagne  wird  eingerichtet,  zu  der  sich  Schüler  bei  Florence  Zissel  anmelden können.

Fremdsprache als „Plus“ in Bewerbung (fz, 28.05.14)

Zehntklässler der Battenberger Gesamtschule nehmen an deutsch-französischem „Entdeckungstag“ teil Wenn in der Firma Günther Heisskanaltechnik Dutzende Bewerbungen auf eine Stellenausschreibung eingehen, könnte eine gute Französisch-Note den Ausschlag geben. VON MARK ADEL Frankenberg.Bei den deutschfranzösischen Entdeckungstagen haben 50 Gesamtschüler erfahren, welche Rolle die zweite Fremdsprache im Berufsleben spielt. Zwei zehnte Klassen des Gymnasialzweigs der Battenberger Gesamtschule haben Montag und Dienstag die Firma Günther Heisskanaltechnik besucht. Das Unternehmen unterhält in Frankreich eine Außenstelle. Die Schüler wurden in französischer Sprache über die Firma und Ausbildungsmöglichkeiten informiert und durften auch berichten, wie sie sich die Ausbildung vorstellen. Bei einer Führung lernten sie in kleinen Gruppen die Firma kennen. „Mit einer guten Note in der zweiten Fremdsprache haben die Jugendlichen bessere Chancen bei der Bewerbung“, informierte Matthias Vetter, Leiter Personalmanagement bei Günther. Er lobte das Engagement der jungen Besucher: „Die Schüler sind unheimlich aufmerksam und gut vorbereitet.“ Der Besuch werde im Französischunterricht noch nachbereitet, berichtete Lehrerin Florence Zissel. Auch zuvor war die Arbeitswelt schon Thema im Unterricht. Dabei entstand die Idee, einen Betrieb zu besichtigen. „Es war uns wichtig klarzumachen, wie wichtig Fremdsprachen für die berufliche Zukunft sind“, erklärte die Lehrerin. „Das sollten die Schüler nicht nur von uns Lehrern, sondern direkt vor Ort erfahren.“ Gabriele Skotschier, Ausbildungsbeauftragte bei Günther, informierte über die Ausbildung in gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen. Derzeit habe das Unternehmen 16 Lehrlinge. „Wir bieten Auslandspraktika an“, berichtete sie. So arbeite ein angehender Industriekaufmann erstmals drei Wochen im Frankreich-Büro. „Das trägt auch dazu bei, dass die Ausbildungsplätze attraktiver werden“, sagt Matthias Vetter – wie viele Unternehmen, sucht auch Günther nach Fachkräften. Mit einem französischen Mittagessen wurde der Besuch abgerundet. Schüler und Lehrer waren ebenso beeindruckt wie Matthias Vetter und Gabriele Skotschier: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir die deutschfranzösischen Entdeckungstage zum festen Termin machen“, sagte Florence Zissel.

Tödliches Werk zum Greifen nahe (fz, 27.05.14)

Zehntklässler der Battenberger Gesamtschule besuchen das Konzentrationslager Buchenwald
Die Stimmung änderte sich schlagartig, als die Battenberger Schüler ihr Ziel erreicht hatten: Buchenwald bei Weimar brachte den Zehntklässlern die Schrecken des Dritten Reichs näher. Battenberg/Weimar. Zum Abschluss des Themenbereiches „Nationalsozialismus“ unternahmen die Schüler der Jahrgangsstufe zehn des gymnasialen Zweiges der Gesamtschule Battenberg eine Exkursion nach Weimar-Buchenwald, zu einem der größten Konzentrationslager des nationalsozialistischen Regimes. Während der Fahrt war die Stimmung im Bus unter den Schülern noch relativ angenehm und gut. Doch bereits unmittelbar nach der Ankunft in Buchenwald änderte sich dies schlagartig. Die erste Station auf dem Gelände war die Gedenkstätte, von deren Geschichte der Gesamtschulleiter Reinhold Gaß berichtete. Als besonders interessant, aber auch erschütternd empfanden die Gymnasiasten die Tatsache, dass die Gedenkstätte erst 1958 errichtet wurde und vorher sogar ein Abriss des gesamten Geländes in Planung war, um lediglich an der Stelle des ehemaligen Krematoriums ein Ernst-Thälmann-Denkmal – dieser wurde dort erschossen – zu errichten. Das Informationszentrum sowie das Museum, das die Schüler im Anschluss mit Geschichtslehrer Eckard Wallmann besuchten, vermittelten erste Eindrücke der grauenvollen und menschenunwürdigen Verhältnisse im Konzentrationslager. Rundgang durch das Lager Zur besseren Orientierung war ein Rundgang über das Gelände oberhalb der Stadt Weimar mit Reinhold Gaß vorangegangen. Bei diesem Rundgang lernten die Schüler unter dem Motto „Durch Sterben und Kämpfen zum Sieg“ wichtige Etappen in der Geschichte des Konzentrationslagers und der Häftlinge kennen. Das Lager wurde von 1937 an mit der Ankunft der ersten Gefangenen bis zur Befreiung durch die amerikanischen Streitkräfte am 11. April 1945 betrieben. Schätzungsweise 56 000 Menschen – vor allem Juden – kamen dort auf grauenvolle Weise ums Leben. Nur wenige wissen, dass dieses Lager nach der Nazi-Diktatur von der DDR und der UdSSR bis zum Jahr 1950 als Spezialstraflager weitergeführt wurde und weitere 7000 Opfer forderte. Ein beklemmendes Gefühl erfüllte die Gymnasiasten bei der Begehung des Krematoriums und des Leichenkellers. Besonders an diesem Orten wurden den Zehntklässlern die schrecklichen Taten der Nationalsozialisten direkt vor Augen geführt. Ein wahrer Vernichtungsapparat war vor allem ab dem Jahr 1942 entstanden. Von da an konnte keiner der Häftlinge den höllischen Taten entgehen. Durch den Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald wurde den Schülern noch deutlicher, welch schreckliche Taten die Nationalsozialisten vollbracht haben. Allen wurde bewusst, dass alles dafür getan werden muss, damit ein solch menschenverachtendes Regime nie wieder errichtet wird. Der anschließende Besuch in der Goethestadt Weimar führte den Schülern den Unterschied zwischen einer lebendigen und attraktiven Kulturstadt auf der einen Seite und dem Grauen und Tod in direkter Nachbarschaft auf der anderen Seite vor Augen.

Das tödliche Werk der Nazis gesehen (HNA, 26.05.2014)

Exkursion der Gesamtschule ins KZ Buchenwald

BATTENBERG. Zum Abschluss des Themenbereiches „Nationalsozialismus“ haben Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 des gymnasialen Zweiges der Gesamtschule Battenberg eine Exkursion nach Weimar-Buchenwald unternommen, in eines der größten Konzentrationslager des nationalsozialistischen Regimes. Ihre Erlebnisse hat Tabea Frese, Schülerin der Klasse G10a, aufgeschrieben. Wir veröffentlichen den Text auszugsweise: „Während der Fahrt nach Weimar war die Stimmung im Bus unter den Schülern noch angenehm und gut. Doch das änderte sich unmittelbar nach der Ankunft in Buchenwald schlagartig. Unsere erste Station auf dem Gelände war die Gedenkstätte Buchenwald. Gesamtschulleiter Reinhold Gaß berichtete dort aus der Geschichte der Gedenkstätte des Konzentrationslagers. Als besonders interessant, aber auch erschütternd, empfanden wir die Tatsache, dass die Gedenkstätte erst 1958 errichtet wurde und vorher sogar ein Abriss des gesamten Geländes in Planung war, um lediglich an der Stelle des ehemaligen Krematoriums ein Ernst-Thälmann Denkmal zu errichten, welcher dort erschossen wurde. Das auf dem Buchenwald Gelände errichtete Informationszentrum sowie das Museum, das wir im Anschluss mit Geschichtslehrer Eckard Wallmann besuchten, vermittelte uns erste Eindrücke der grauenvollen und Menschenunwürdigen Verhältnisse im Konzentrationslager. Zur Orientierung war ein Rundgang auf dem exponiert über der Stadt Weimar gelegenen Gelände unter der Führung von Reinhold Gaß vorangegangen. Bei diesem Rundgang lernten wir unter dem Motto „Durch Sterben und Kämpfen zum Sieg“ wichtige Etappen in der Geschichte des Konzentrationslagers und der Häftlinge kennen. Das Lager wurde von 1937,mit der Ankunft erster Häftlinge bis zur Befreiung durch die amerikanischen Streitkräfte am 11. April 1945 betrieben. Allein in dieser Zeit kamen dort schätzungsweise 56 000 Menschen, vor allem Juden, auf grauenvolle Art und Weise ums Leben. Was nur wenige wissen ist, dass das Lager nach der Nazi-Diktatur von DDR und UdSSR bis zum Jahr 1950 als Spezialstraflager weitergeführt wurde und 7000 Opfer forderte. Ein beklemmendes Gefühlerfüllte uns alle bei der Begehung des Krematoriums und des Leichenkellers. Ein wahrer Vernichtungsapparat entstand vor allem ab dem Jahr1942. Von da an konnte keiner der Häftlinge den höllischen Taten entgehen. Durch den Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald wurde uns allen deutlicher, welch schreckliche Taten die Nazis vollbracht haben. Es wurde uns bewusst, dass wir alle gehalten sind, alles dafür zu tun, dass ein solch menschenverachtendes Regime nie mehr errichtet werden darf. Für alle wird die Fahrt unvergesslich bleiben.“ (nh/off)

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