hanEnglsich mit SicherheitsabstandSo war der erste Schultag mit Corona-Einschränkungen an der Gesamtschule in Battenberg
VON THOMAS HOFFMEISTER
Battenberg – Mit einer Dienstversammlung hatten sich die Lehrer der Gesamtschule in Battenberg am Freitag auf den Wiederbeginn des Unterrichts vorbereitet. „Wir haben mit Masken und entsprechendem Abstand im Stuhlkreis gesessen“, berichtet Schulleiter Reinhold Gaß am ersten Schultag am Montagmorgen.
Zumindest für die Schulleitung seien diese Osterferien keine Ferien gewesen. „Bis auf Karfreitag und Ostermontag waren wir jeden Tag in der Schule“, so Gaß. Es sei sehr viel zu regeln gewesen. „Und die E-Mails aus dem Kultusministerium kommen bevorzugt am Wochenende.“ Der Eingangsbereich der Gesamtschule weist eine klare Trennung für Schüler mit und ohne Schutzmaske auf. Wer keine Maske hat, der bekommt am Eingang eine verpasst. Spender mit Mitteln zur Händedesinfektion stehen bereit, in den Klassenräumen wurden die Tische so auseinandergerückt, dass der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird.


„Was die hygienischen Voraussetzungen angeht, waren wir auch vor Corona schon gut aufgestellt“, sagt Schulleiter Gaß. Pro Klasse gilt jetzt eine Höchstzahl von 15 Schülern. Das bedeutet, dass beispielsweise der Englisch-Unterricht in der Stufe 10 zeitgleich in zwei Klassenräumen stattfindet – natürlich mit gleichermaßen qualifiziertem Lehrerpersonal, wie der Schulleiter betont. Wie es personell zu schaffen sein soll, wieder 1000 Schüler mit der gleichen Anzahl von Lehrkräften zu unterrichten, ist dem Schulleiter noch ein Rätsel: „Mit zwei Jahrgangsstufen an Schülern ist unter diesen Voraussetzungen das Ende erreicht“, so Gaß. Bedenken müsse man, dass „knapp 40 Prozent“ der aktuell rund 60 Lehrerinnen und Lehrer einer „Risikogruppe“ angehören; sprich: Diese Pädagogen sind über 60 Jahre alt, haben Vorerkrankungen, erkrankte Angehörige oder selbst kleine Kinder.
Gaß: „Ein ganz großer Teil hat aber von sich aus angeboten, in die Schule zu kommen und beispielsweise beim Herrichten der Klassenräume zu helfen.“ Als nächstes sollen die Vor-Abschlussklassen, also die Schüler der Stufen 8 und 9, wieder in die Gesamtschule kommen  – möglicherweise schon in der kommenden Woche. Im Englischunterricht der Stufe 10 kommt der Wiederbeginn des Unterrichts insgesamt positiv an. Die Schülerinnen und Schüler wissen, was auf dem Spiel steht und wünschen sich Hilfe für die bevorstehende Abschlussprüfung. „Aber vielleicht hätte man schrittweise erstmal mit vier Stunden anfangen können, statt gleich mit sechs“, meint Schülerin Stella Latona.
Ganz andere Sorgen hat unterdessen Ursula Briel, eine der Schulsekretärinnen der Gesamtschule Battenberg. Weil die traditionelle Studienfahrt der Stufe 5 ins Schullandheim nach Limburg Corona-bedingt abgesagt wurde, muss sie gerade 120 Eltern die bereits überwiesenen Kostenanteile von je 210 Euro zurückerstatten.
„Von der Bank erfahre ich nicht mal die Kontonummern“, sagt Ursula Briel. Dafür habe man die Eltern erst anschreiben müssen. „Und dann stellte sich heraus, dass nach vier Rücküberweisungen das Tageslimit des Geldinstituts erreicht war.“ Auch das sind Probleme, mit denen vor Corona niemand gerechnet hatte.

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